Kredit für Selbstständige FAQ

Im Folgenden haben wir für Sie Fragen und Antworten rund um den Kredit für Selbstständige zusammengetragen.

Wer wird als Selbstständiger bezeichnet?

Personen die selbständig sind, gehen einer Arbeit nach eigenem Risiko, auf eigener Rechnung sowie eigener Verantwortung nach. Desweiteren sind sie in der Lage ihre Arbeitszeiten und Tätigkeiten frei zu gestalten und sind nicht weisungsgebunden. Wenn man von einem Selbstständigen spricht, müssen mindestens drei unterschiedliche Kunden existieren, andernfalls handelt es sich um die sogenannte Schein-Selbständigkeit.

Was müssen Selbstständige bei einem Kredit beachten?

In der Regel berechnet die Bank die Darlehen für Selbständige anders als bei einem normalen Angestellten. Dieser kann dem Bankinstitut einen exakten Einkommensnachweis vorlegen, während dies bei einem Selbständigen nicht der Fall ist. Das Kreditinstitut kann bei einem Festangestellten genau sehen, wovon er den aufgenommenen Kredit wieder zurück bezahlt. Dahingegen kann man das Einkommen bei einem Selbständigen nur schätzen und nicht exakt feststellen. Somit erfolgt bei einem Selbstständigen die Überprüfung der Bonität auf der Basis anderer Unterlagen.

Welche Dokumente muss ich als Selbstständiger vorlegen?

Sie müssen vor der Bank unterschiedliche Dokumente vorlegen, welche für die Bank eine Sicherung der Rückzahlung darstellen. Je nach Bankinstitut variieren die Voraussetzungen, die der Selbstständige für einen Kredit vorlegen muss. In der Regel handelt es sich bei den Dokumenten um eine Überschuss- und Einnahmenrechnung, eine betriebswirtschaftliche Auswertung, eine Einkommensteuererklärung sowie die letzten beiden Kontoauszüge. Desweiteren darf bei der SCHUFA kein negativer Eintrag vorhanden sein. Sofern Sie bereits selbstständig sind, müssen Sie vor der Bank einen Beleg erbringen, dass Sie mindestens 24 Monate erfolgreich als Selbstständiger gearbeitet haben.

Wie fallen die Gebühren und Zinsen bei einem Selbständigen aus?

Die genauen Bearbeitungsgebühren und entsprechenden Zinssätze können je nach Bank bei einem Selbstständigen variieren. Diverse Kreditinstitute verlangen bei einem Selbstständigen weitaus höhere Bearbeitungsgebühren als bei einem Angestellten, andere wiederum behandeln beide Berufsgruppen gleich, sofern eine Rückzahlung der Kreditsumme als sicher erscheint. Aus diesem Grund sollten Sie sich vor der Vertragsunterzeichnung genau darüber informieren.

Gibt es für Selbstständige andere Regeln bei der Rückzahlung des Kredits?

Die Vertragslaufzeit und die Summe der monatlichen Ratenzahlung wird schon zuvor vertraglich festgelegt, womit der Selbstständige seine Zahlungen besser planen kann. Damit ist sich der Selbständige immer bewusst, wie viel Geld er monatlich dem Kreditinstitut zurückzahlen muss.

Was geschieht, wenn der Selbstständige seine monatlichen Raten nicht begleichen kann?

Natürlich ist ein Ausfallrisiko bei Angestellten niedriger als bei den Selbständigen. Da die monatlich zu zahlenden Raten im Vertrag festgehalten sind, müssen Sie als Selbstständiger diese Summe auch jeden Monat zahlen. Sofern Sie dies nicht tun können, weil beispielsweise Ihre Kunden offenstehende Rechnungen noch nicht beglichen haben, sollten Sie dies unverzüglich ihrer Bank mitteilen. In dem Fall besteht eine gewisse Kulanz und es ist durchaus möglich kleinere Ratenzahlungen zu vereinbaren. In der Regel gestattet das Kreditinstitut auch eine einmalige Aussetzung der Ratenzahlung, falls Sie zuvor ihre Zahlungen immer fristgerecht erfüllt haben. Sie können auch jemanden in ihrem Bekanntenkreis suchen, der für sie bürgt, bis Sie die Raten wieder selbst begleichen können.

Wann ist eine Kreditversicherung sinnvoll?

Sobald Sie sich als Selbstständiger vor allen Risiken schützen wollen, die zu einem Kreditzahlungs-Ausfall führen könnten, sollten Sie über eine Kreditversicherung nachdenken. Selbst wenn Sie eine zusätzliche Belastung darstellt, ist solch eine Versicherung besonders für Selbständige sinnvoll. Die Kreditversicherung schützt den Selbstständigen vor Arbeitslosigkeit, Todesfall und einer Berufsunfähigkeit.

Wann spricht man von einem Kreditbetrug?

Sobald eine offensichtliche Täuschungshandlung festgestellt wird, spricht man von dem Kreditbetrug. Dies ist der Fall, wenn entweder unvollständige oder auch nicht wahre Angaben bei der Vorlage von Wirtschaftsverhältnissen seitens des Selbstständigen gemacht wurden. Solch eine klare Handlung einer Täuschung kann der Gesetzgeber mit einer Geldstrafe oder sogar einer dreijährigen Freiheitsstrafe bestrafen. In dem Fall spricht man auch von Wirtschaftskriminalität. Aus diesem Grund ist es ratsam, bei der Vertragsunterzeichnung auf keinen Fall falsche Angaben zu machen oder gar gefälschte Dokumente einzureichen, da Sie sich damit sofort strafbar machen.

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